Nach der neuesten Zusammenfassung der Ungarischen Gartenbaurates kann der Pilzanbau bedeutend entwickelt werden, der Anbau kann mindestens auf das Doppelte, 50-70.000 Tonnen erhöht werden, die Beschäftigtenzahl in der Branche könnte auf 8-10.000 Personen im Vergleich zu den derzeitig 3-5.000 erhöht werden.

Laut dem Rat kann der Produktionswert mit der Erhöhung des Anteils von Qualitätsprodukten jährlich 35-40 Milliarden Forint erreichen im Vergleich zu den derzeitigen 12-13 Milliarden. Der Schlüssel zum Ausnutzen der Möglichkeiten ist das, dass der inländische Pilzkonsum von 1,5 Kg pro Person auf 3 Kg erhöht werden sollte, der Export hingegen sollte auf 24-40.000 Tonnen erweitert werden. Der ungarische Pilzanbau ist in den letzten Jahren ziemlich zurückgegangen: es werden jährlich 25.000 Tonnen Champignons, 2300 Tonnen Austernpilze, und ungefähr 10-20 Tonnen Shiitake angebaut.

Darüber hinaus werden noch 2,5 Millionen Liter Pilzkeime und 160.000 Tonnen Champignon- sowie 15 000 Tonnen Austernpilzrohstoff, Kompost hergestellt. Um das Ziel zu erreichen, muss die derzeitige Kapazität der Kompostproduktion in 4 Jahren verdoppelt werden, wozu 100 Wärmebehandlungseinheiten, d.h. ein Tunnel zur Kompostproduktion aufgebaut werden muss. Darüber hinaus sind 60 neue Freiluftanbaufarmen nötig, und es muss das Modernisierungsproblem der aktuellen Farmen gelöst werden. Es muss eine Konservierungskapazität von 10.000 Tonnen für die Verarbeitung der Pilze geschaffen werden, die als frisches Produkt nicht mehr verkauft werden dürfen.

Zum Durchsetzen der erwähnten Pläne bräuchte man insgesamt fast 40 Milliarden Forint. Die Hersteller würden aus dieser Summe 24 Milliarden Forint abdecken, und die Unterstützung würde mit 16 Milliarden Forint 40 Prozent betragen. Die in Betracht gezogenen Vorstellungen möchte man unter günstigen Umständen in fünf Jahren, aber spätestens bis Ende dieses Jahrzehntes verwirklichen – sagte László Nagy, Leiter der Pilzsektion von FruitVeB.

Er fügte hinzu: Die Pilzhersteller würden zur Förderung des inländischen Konsums eine eigene Marketinggrundlage schaffen, indem sie für jedes verkaufte Kilogramm Pilz 1 Forint in die Kasse einzahlen würden. Sie würden von dem eingesammelten Geld Werbung für einen erhöhten Pilzkonsum bei den Ungarn machen. 40-45 Prozent der derzeit angebauten Pilzmenge wird aus Ungarn ins Ausland exportiert. Diese Rate würde sich nach der Durchführung der Entwicklungen auch nicht ändern – berichtete der Fachmann.

Quelle: MTI